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Umweltleitlinien der Evangelischen Kirchengemeinde Klein-Gerau

Präambel
Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöpfers, erkennen wir dankbar das Geschenk der Schöpfung, den Wert und die Schönheit der Natur. Gemeinsam wollen wir uns für nachhaltige Lebensbedingungen für die gesamte Schöpfung einsetzen. (Charta oecumenica, aus Leitlinie 9)
Wir möchten Entscheidungen treffen, die „nachhaltig“ sind, d.h. dass sie auf Dauer ein ökologisches Gleichgewicht ermöglichen und sich nicht negativ auf das Leben künftiger Generationen auswirken. Kirchliche Gebäude und Grundstücke sollen Lebensmöglichkeiten für Pflanzen und Tiere bieten.
Wir wollen in der Evangelischen Kirchengemeinde in Klein-Gerau mit den Rohstoffen dieser Erde so umgehen, dass unsere Lebensqualität nicht auf Kosten von anderen Menschen - auch in anderen Regionen der Einen Welt - geht. Die Verantwortung für unsere Mitwelt bedeutet Solidarität mit Menschen in anderen Teilen der Welt genauso wie Solidarität mit allem, was zur Schöpfung gehört: Luft, Wasser, Tiere und Pflanzen.
Die Schöpfung bewahren können nur alle gemeinsam, wir wollen deshalb Vorbild sein für andere in unserem Handeln für die Umwelt – und deshalb wollen wir uns zum „Grünen Hahn“ zertifizieren lassen.

1. Verpflichtung zu kontinuierlicher Verbesserung
Wir verpflichten uns zur kontinuierlichen Verbesserung des Umweltschutzes in unserer Kirchengemeinde, überprüfen regelmäßig unsere Ergebnisse und aktualisieren unser Umweltprogramm.

2. Verpflichtung zur Verhütung von Umweltbelastungen
Wir vermeiden und verringern Belastungen und Gefahren für die Umwelt kontinuierlich. Wir suchen bei unseren Vorhaben die Wege, die für die Umwelt am ehesten förderlich sind.

3. Verpflichtung zur Einhaltung der relevanten Umweltgesetze
Über die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben hinaus setzen wir die bestverfügbare Technik zum Wohle der Umwelt ein, soweit das wirtschaftlich vertretbar ist.

4. Angemessenheit bezogen auf die Umweltauswirkungen der Gemeinde
Wir handeln in regionaler und weltweiter Solidarität und kaufen deshalb nach Möglichkeit einheimische Güter. Bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen achten wir auf kurze Versorgungswege und bevorzugen regionale und fair gehandelte Produkte. Wir berücksichtigen umweltverträgliche Verbrauchsmaterialien und reduzieren bzw. vermeiden Abfall. Wir reduzieren Energie-, Wasser- und Materialverbrauch in den kirchlichen Räumen. Nach Möglichkeit benutzen wir umweltfreundliche Verkehrsmittel, um die Verkehrs- und Umweltbelastung zu reduzieren. Bei der Planung von Baumaßnahmen und bei Investitionsentscheidungen werden ökologische Kriterien einbezogen. (siehe Absatz 3)

5. Umweltengagement öffentlich zugänglich
Wir verstehen uns als Multiplikator/innen für nachhaltiges Handeln in usnerem Ort.Wir informieren deshalb regelmäßig über unsere Fortschritte und die noch bestehenden Schwachstellen in der Umweltentlastung und tauschen unsere Erfahrungen mit anderen aus, um gemeinsam zu lernen. Dazu gehört Öffentlichkeitsarbeit in Veranstaltungen, Führungen, Veröffentlichungen und Internet, wie auch die Mitarbeit in außerkirchlichen Programmen und Gruppen.
Vernetzung im Sozialraum ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir versuchen, unsere nachhaltigen Ziele auch pädagogisch in ansprechender Form zu vermitteln.

6. Information der Mitarbeitenden
Wir informieren und beteiligen unsere haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden und beziehen sie in den Prozess mit ein.

7. Selbstverständnis des Menschen in der Schöpfung
Wir wissen unsere Schöpfungsverantwortung als Teil unsrer christlichen Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

8. Dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet
Wir achten die Lebensrechte künftiger Generationen, indem wir die begrenzte Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme berücksichtigen und die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen beachten.
Wir erhalten, fördern und schaffen schöpfungsgerechte und gesunde Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen, insbesondere in unseren kirchlichen Räumen und auf dem Außengelände unserer Kirche.

9. Ökonomie und Ökologie hängen zusammen
Wir sind davon überzeugt, dass ökologisches Handeln die langfristige wirtschaftliche Stabilität unserer Kirchengemeinde unterstützt.
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